Montag, 15. September 2008

Ein Wochenende voll von Arbeit...

Da ich in der letzten Woche (die hier Gott sei Dank nur bis Donnerstag geht) leider nicht dazu gekommen bin Bericht zu erstatten hole ich das heute nach.

Wie gesagt endete die Woche mit der letzten Vorlesung Donnerstag abend und wir alle waren sehr erleichtert in das natürlich wohl verdiente Wochenende zu starten - obligatorisch mit einem Besuch im Campus-Pub. Da einige Geburtstage am Freitag zu feiern waren und insbesondere Stefan (klar, dass der andere Deutsche hier genauso heißt wie ich) Geburtstag hatte, wurde ihm mit einer Flasche gutem deutschen Jägermeister eine "Freude" gemacht.


Von links nach rechts mit jeweiligen internationalem Hintergrund, also wo sie / er selbst und / oder Eltern herkommen: Kristin (US / Russland); Stefan (Deutschland/ Kölle); Erik (US / Schweden); Stefan (Deutschland); Mädel in weiß (Keine / Ahnung); Akshay (Indien); Patrick (Deutschland / Irland); Sylvia (US / Spanien). Man sieht: Eine sehr internationale Truppe.

Da wir die Flasche Jägermeister leider innerhalb weniger Minuten leer getrunken hatten und insbesondere die Deutschen kräftig zulangen mussten, sah der Freitag eher relaxed aus - anstatt ihn mit so wichtigen Dingen wie Lernen oder dem Schreiben von Hausarbeiten zu verbringen.


Ja man kann schon sagen, manchmal ist das Leben hier sehr anstrengend. Wie auch das folgende Video beweist.




Ansonsten war das Wochenende leider aufgrund doch zwingend notwendiger Hausarbeiten wenig ereignisreich. Den Freitag kurrierten meisten den "hangover" aus und Samstag ging es ins Kino in "Batman - The Dark Night" der hier tatsächlich immernoch läuft und sehr zu empfehlen ist!

Hier in Glendale fahren auch einige sehr nette Autos rum - ich könnte mir sicherlich auch in Deutschland vorstellen da einmal mit zur Uni zu fahren.


Diese Woche werde ich wahrscheinlich wieder wenig Zeit haben, den Blog zu pflegen und ehrlich gesagt auch nicht viel neues erleben, da einige Hausarbeiten geschrieben werden müssen, sowohl für Wuppertal als auch schon für Thunderbird. Geplant ist dennoch ein Wochenende mit einigen Aktivitäten wie etwa $ 10.000 in Las Vegas zu verlieren! Davon berichte ich dann, falls der Laptop nicht dem Blackjack zum Opfer gefallen ist, beim nächsten mal.

Sonntag, 7. September 2008

Woche Nr. 3

Die dritte Woche meines USA Aufenthalts ist vorbei und ich denke es ist mal wieder Zeit ein wenig Bericht zu erstatten.

Die letzte Woche endete Freitag mit den bereits angekündigten Thunder-Olympics - eine "Jede-Menge-Spaß-weil-man-sich-blamiert" Aktion, welches folgende Fotos dokumentieren dürften.


Angefangen hat diese Woche, wie hätte es auch anders sein können, mit dem Montag. Dieser war hier ein Feiertag, der so genannte Labor Day. Um dieses Fest zu zelebrieren waren wir beim befreundeten Professor eingeladen. Bei kühlen - ehrlich gesagt eiskalten - Getränken, einigen lustigen Spielen, vor allem aber Pool, Jacuzzi (Whirlpool) und BBQ genossen wir den Tag und das wunderbare Wetter - wobei dies hier eigentlich jeden Tag gegeben ist, um alle Leser noch einmal ein wenig neidisch zu machen.
Das wunderbare Heim des Gastgebers zeigen die folgenden Fotos:




Nach diesem wundervollen Tag und einem nicht ganz so wundervollen, dafür aber erfolgreichen Tag im Büro, bin ich Mittwoch dann das erste mal nach Downtown Phoenix gefahren, um mir mit ein paar Kommillitonen ein wenig die Stadt anzusehen, vor allem aber zu einem Baseball Spiel zu gehen. Diese typisch amerikanische Sportart, die kein festgesetztes Ende hat und daher auch gerne mal (wie Mittwoch der Fall) 4 Stunden dauern kann, besteht aus einigen Wurf-, Fang- und Laufelementen, wobei allerdings hauptsächlich "Steh-Elemente" im Vordergrund stehen und ca. 80% des Spiels ausmachen. Die zuschauenden Amis beschäftigen sich derweil meist mit Hotdogs, Nachos, Light-Beer oder anderen ungesunden, aber extrem schmackhaften Dingen.
Gespielt haben die St. Louis Cardinals gegen die Heimmannschaft, die Arizona Diamondbacks, die wider Erwarten im letzten Inning (Baseball besteht aus insgesamt neun Innings) das Spiel noch drehen konnten und gewannen.



Nach besagten vier Stunden Spielzeiten, zwei Hotsdogs und zwei Litern Cola - bei denen die Amis die Becher übrigens standardmäßig bis zum Rand mit Eis füllen - haben wir uns noch ein wenig die Stadt angeguckt, die einen typisch süd-west-amerikanischen Stil vorweist: Palmen und einige moderne Hochhäuser zwischen traditionellen Gebäuden wie z.B. die örtliche Schule, die ihr auf einem der folgenden Bilder sehen könnt.



Nach dem Spiel waren wir zu Gast in einer typisch amerikanischen Restaurant-Kette, die letztes Jahr auch ihr erster Restaurant in Deutschland, meines Wissens nach im Ruhrpott, aufgemacht hat - "Hooters". Den meisten, wahrscheinlich männlichen Lesern, dürfte diese Kette wohl bekannt sein, heißt "Hooters" doch ugs. übersetzt "Hupen". Assoziationen können dem folgenden Foto entnommen werden, Interpretationen überlasse ich dann eher dem jeweiligen Leser.



Beeindruckend ist hier in der Wüste sicherlich der Sonnenuntergang, der den Horizont und die umliegenden Felsen in warmes rotes Licht hüllt und eine wunderbare Atmosphäre schafft.



Einen super Ausklang fand die Woche mit einem Ausflug in eine nahe gelegene Partymeile namens "Westgate". Diese Partymeile ist im Grunde genommen ein großer Platz umgeben von Bars, Kneipen, Restaurants und Clubs - in der Mitte ein riesiges Springbrunnen, der dem ganzen ein wenig Las Vegas Flair einhaucht.




Zunächst gabs standesgemäß einen, übrigens extrem guten, Hamburger mit "French Fries" - oder wie man bei uns schlicht sagen würde "Pommes" (Bitte mit Pommesbudenakzent aussprechen). Danach gings dann in eine Pianobar. Zunächst erwartete ich eine "coole Lounge" oder Bar, in der ein Pianist einige entspannende Klänge den Gästen zum Besten gibt. Aber weit gefehlt! Eine Band bestehend aus vier begnadeten Musikern wechselten sich an den zwei Flügeln, E-Bass und Schlagzeug ab und rockten "dermaßen die Bude...", dass irgendwann auch der letzte nüchterne (in diesem Falle ausnahmsweise meine Wenigkeit) lauthals sein mehr oder weniger vorhandenes Gesangstalent preis gabs. Auf einem jeden Tisch gab es Zettel, auf denen man den jeweiligen Musikwunsch niederschreiben konnte und gegen ein gewisses Entgelt wurden die Titel dann auch gespielt. Jede Menge Show, inklusive Zuschauer auf die Bühne (oder auch auf den Flügel) holen, geile Songs und Stimmung bis dort hinaus.