Freitag, 29. August 2008

Foundations Week: It's over!

Nunendlich ist die Foundations Week vorbei- und damit ein hallo aus dem schönen Arizona und gleichzeitig die Entschuldigung, dass ich mich bei den meisten von Euch in dieser Woche kaum melden konnte.

Foundations Week ist sowas, wie in Wuppertal die sog. O-Phase, nur mit defintiv viel mehr Vorlesungen, Übungen, Präsentationen und vor allem: Role Playing!
Die Woche startete am Samstag mit einer allgemeinen Begrüßung und Vorstellung eines jeden neuen Studenten, getrennt nach "Cohort Groups" die nach verschiedenen Tieren benannt wurden. Da gab es zum Beispiel die Mustangs, die Tarantulas, die Hawks usw. Myself war in den "Gila Monsters" - ausgesprochen "Hila Monsters" - eine Eidechsenart die, wie man uns sagte, wohl hier im Südwesten sehr verbreitet ist und auch ab und zu mal die neuen Studenten heimsucht.
Sonntag ging es dann weiter mit einer Erhebung der neuen Studenten, das heißt man durfte irgendwo unterschreiben das man da ist und seinen Laptop "einchecken" - heißt, für das drahtlose Internet feddisch machen, sofern man natürlich entsprechende Anti-Viren-Software vorweisen kann, sehr vorsichtig die Amis. Weiter ging es dann mit organisierten Bustouren zu nahgelegenen Einkaufsstätten. Wir besuchten die Arrowhead Mall. Gekauft hab ich noch nichts, aber ich kann Euch sagen: Sehr geil, was man hier für ein paar Dollar - und noch viel weniger Euros kaufen kann. Wir landeten dann bei einem wundervollen Stand wo es original NYC-Style-Pizza gab, inklusive einer kleinen Cola - siehe folgendes Foto:

Die tatsächliche Werktag-Woche startete früh, wie dann jeden folgenden Tag, um 7:45 mit einem Treffen der Cohort Group, wo der Tagesablauf besprochen wurde. In dieser Woche hatten wir viele verschiedene Vorlesungen, die Einführungsveranstaltung für die ersten Wochen der entsprechenden Fächer darstellen sollten, Einführungen in die jeweiligen Abläufe auf dem Campus, Bibliotheksführungen, Rollenspiele, Verhandlungstrainings, Präsentationstrainings, eine Darstellung des Ethik-Kodex von Thunderbird, Sicherheitsanweisungen uswusf.

Zwischendurch gab es neben teilweise nerviger Rollenspiele dann auch tatsächlich einige lustige Sachen, z.B. eine Rallye über den Campus, wo man Fragen zu Thunderbird beantworten und mit der Cohort Group dann aufgrund der richtigen (oder falschen) Antwort zu bestimmten Plätzen gehen musste, um dann dort in chronologischer Reihenfolge Fotos zu machen.
Auf dem folgenden Foto ist meine Cohort Group zu sehen - sehr lustige Guys!



Eben endete der offizielle Teil der Foundationsweek. Heute abend folgen nur noch Die Thunder-Olympics - lustige Spiele, die die einzelnen Cohort Groups untereinander ausfechten und dann das Thunder-Idol zu küren. Rückblickend kann man sagen, dass eine sehr anstrengende Woche hitner uns allen liegt, insbesondere, wenn man es nicht sein lassen kann, abends doch noch ins Pub oder wo auch immer hin zu gehen, um einige Beers zu drinken, siehe folgende Fotos.


Nicht wundern, wir haben alle das gleiche an, weil es am selben Abend war und nein, ich habe hier noch nicht gewaschen, habe ja noch genug Sachen zum umziehen, hoffe ich....

Jetzt gleich geht es erstmal eine obligatorische Runde in den Pool, bevor wir dann heute lustige "Group-Performance" haben wo jede Gruppe irgendwas lustiges auf der Bühne macht. Obligatorisch ist hier natürlich auch, sich vorher ein wenig Mut anzutrinken.. das werd ich jetzt mal machen, von daher wünsch ich mir viel Spaß :)

Freitag, 22. August 2008

Die erste Woche: Aklimatisieren, Klausuren, Pool und Bier

Die ersten wirklich aufregenden (Werk-)Tage liegen hinter mir und ich denke es ist Zeit um ein erstes positives Fazit der ersten, groben Einlebungstage zu ziehen: Sehr, sehr cool!
Mittwoch starteten meine ersten Vorlesungen hier an der Thunderbird School of Global Management in Form eines so genannten Economics Bootcamp, dass heißt den MBAs werden die Grundlagen der schönen Fächer Mirko- und Makroökonomik beigebracht.
Das ganze passiert für die meisten MBAs, also für ca. 80% der neu eingeschrieben Studenten in einem der größten Hörsäle für Thunderbird. Das ganze sieht wie folgt aus:


Anfangs war es natürlich etwas schwierig dem aus den Südstaaten der USA stammdenen Professor zu folgen, da er einen starken Akzent hat, aber mit der Zeit klappte auch das, so das es irgendwann wirklich Spaß gemacht hat, ein eigentlich langweiliges Fach wie VWL zu lernen, insbesondere durch den "American Way of Teaching". Der Prof geht durch die Reihen, jeder hat ein Namensschild vor sich stehen und nochmal eines am T-Shit / Hemd, so dass der Prof. die Studis mit Namen ansprechen kann.

Witzig ist, dass hier kaum jemand meinen Namen aussprechen kann. Die meisten sagen S-Tefan, also nicht "Schtefan". Vorteil hierbei ist, da ich ich glaube der einzige Deutsche und einer von wenigen (ca. 5) Europäern bin, bin ich mittlerweile recht bekannt bzw. kaum einer vergisst meinen Namen, da er etwas exotischer ist. Nachteil ist, dass man mir aufgrund des Namenschilds direkt ansieht, dass ich aus Deutschland komme und viele mittlerweile mit entweder "Guten Tag" auf mich zu kommen, oder aber eher mit "Hallo Oktoberfest".

Heute habe ich bereits meine erste Klausur hinter mir. Das ganze ging über Stoff der letzten drei Tage, von morgens 9 bis abends 5 Econ-Bootcamp und war eine zwei-stündige Klausur, die aus insgesamt 80 Multiple Choice Fragen bestand. Das ganze hat denke ich gut geklappt und ich war erstaunlicherweise schneller, als viele US-Amis. Ob das allerdings positiv ist, wird sich wohl erst noch herausstellen.

Ansonsten habe ich mich mittlerweile tatsächlich ganz gut eingelebt, dabei hilft insbesondere das Wetter, ich betone es gerne noch einmal: Im Durchschnitt über den Tag 40 Grad, was bedeutet, dass ich bereits morgens um sieben zum Wachwerden bei 30 Grad meine Bahnen im Campus-Pool schwimmen kann. Witzig ist, dass die leute hier grundsätzlich eine Jacke mit in den Hörsaal nehmen und wenn sie rausgehen ausziehen - also invers / verkehrherum zu den deutschen Gewohnheiten. Damit lässt sichs aber ganz gut leben.
Außerdem hilft dabei der tägliche Besuch im Campus Pub, dessen Bar ungefähr so aussieht:



Heute abend gibts erstmal ein großes BBQ am Pool, wo sich wahrscheinlich alle neuen Studenten treffen gehen, was auch der Grund ist, warum ich jetzt hier mal Schluss mache. Das Bier soll ja schließlich nicht warm werden.

Was ich bisher vergessen habe, möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten: Tatatataaaaa: Mein Zimmer: Ein kleines Appartment, genannt "Dorm". Nichts großes, aber vollkommen ausreichend.
Das folgende Foto zeigt den Blick, den ich morgens ab sieben Uhr aus meinem Zimmer genießen darf, kurz bevor es zu den morgentlichen "couple of laps" im Pool geht, ca. 2 Minuten Fußweg.


Mittwoch, 20. August 2008

Der erste Tag: Getting to know Thunderbird

Nach einigen erholsamen Stunden Schlaf nach Ankunft und einigen Light-Beers im Campus Pub, begann der erste Tag an der Thunderbird School of Global Management bereits um halb sieben Uhr morgens, was höchstwahrscheinlich auf den zu erwartenden Jetlag zurückzuführen war. Kollege Saßmannshausen und ich machten uns auf den Weg, den Campus zu erkunden und begonnen den Tag mit einem typisch amerikanischen Frühstück: Einem genüsslichen, gesunden Chicken Burger.










Netterweise konnten wir direkt feststellen, dass wir wohl ab sofort für die nächsten 4 Monate Frühstück unter Palmen genießen dürfen, wie das folgende Foto zeigt.









Einige weitere Impressionen vom Camput geben die folgenden Fotos. Nicht zu vergessen natürlich das Highlight - meiner Meinung nach: Der Pool, den es am heutigen Tage einzuweihen gilt.




Leider habe ich auf diesem Foto die Augen zu, was sich durch die starke Sonneneinstrahlung erklären lässt: Phoenix hat doch tatsächlich bis November zwischen 30 - 40 Grad und insgesamt im Jahr 320 Sonnentage.

Dienstag, 19. August 2008

First Impressions... Eine interessante Reise und eine "beeinerdrückende" Ankunft

Montag, 18. August, 10:50: Düsseldorf Flughafen. Nach einer ca. einwöchigen Abschiedstournee durch alle Herren Länder.. naja um genau zu sein eigentlich nur durch die Terrasse, Köln und die Bierbörse, hebt der Flieger nun endlich ab. Insgesamt ca. 1 Jahr ist seit der Enschlussfassung vergangen und nun sitze ich tatsächlich im Flieger Richtung Phoenix, über London Heathrow.
Das letzte mal für eine lange Zeit dem Rhein zuwinken und auf gehts.


Die ersten zwei Stunden bis London gehen rasch vorbei und man höre und staune: die sprechen doch tatsächlich schon in Düsseldorf im Flugzeug Englisch. Das heißt für mich: wie gewohnt, nichts von der Ansage des Captains verstehen und einfach nur hoffen, dass er schon weiß, was er da tut.

Angekommen in London, nach einem relativ guten Hinflug mit schmackhaften kulinarischen Spezialitäten aus dem Land der Zahnlosen in Form von einer Tüte Studentenfutter und einem ungenießbaren Müsliriegel stellen wir erstaunt fest, wie groß nicht nur der British Airways Terminal für die Transatlantik-Flüge ist, sondern auch wie riesig so eine Boeing 747-400 ist.


Nunja, nach ein wenig Ansteherei und einem weiteren köstlichen Snack in Form von Doritos (Käse-Chips) gings dann in die selbige Maschine. Ich machte mich also mit meinem Sitzplatz vertraut, der mir für die nächsten 9 Stunden und 46 Minuten ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit geben sollte. Die Zeit vertrieb ich mir mit dem Onboard-Entertainment System indem ich versuchte einige der dort angebotenen Filme zu schauen, was sich allerdings auf das bloße Anstarren der Bilder reduzierte, da die von Britisth Airways angebotenen Kopfhörer über eine so hervorragende Qualität verfügten, das man entweder gar nichts hörte, oder einem aber das Trommelfell im wahrsten Sinne des Worte um die Ohren flog.


Als wir dann tatsächlich nach gefühlten 18 Stunden (es waren erst 4 vergangen) über US-amerikanischem Boden schwebten bot uns ca. 10.000m unter uns ein erstklassiger Blick auf Wolken, Wüsten und Städte umgeben von lustigen runden Feldern.

Irgendwann dann, kurz vor der Landung hatten wir sogar die Möglichkeit, uns von weit oben die Rocky Mountains anzugucken. Man bedenke, die Rocky Mountains sind eine Flugstunde von der Wüste Arizonas entfernt und hier liegen am höchsten Punkt auf 4.400 Metern einige Meter Schnee.


Gelandet gegen 17 Uhr Arizona-Zeit, also letztlich nach guten 14 Stunden Anreise und in der Erwartung endlich offiziell genehmigt US-amerikanischen Boden betreten zu dürfen, durften wir uns zunächst mit dem Gedanken vertraut machen, eine weitere Stunde ein paar Formulare auszufüllen, Fragen eines Officers der US Homeland Security (äquivalent zur Staatssicherheit in der DDR) zu beantworten und die Beschnupperung von Drogen- und Sprengstoffsuch- bzw. Riechhunden über uns ertragen zu lassen.

Nach dieser besagten Stunde war es endlich soweit: Stefan betrat offiziell als stolzer Inhaber eines nun wirklich einfach zu erhaltenen Visums die Vereinigten Staaten von Amerika. Ein beeindruckender Moment - bzw. treffender wäre: Ein "beeinerdrückender" Moment, denn kaum außerhalb der Flughafen Tür stößt man gegen eine Wand aus heißer, trockener Luft. Gegen 19.30Uhr Ortszeit waren es geschlagene (besser: erschlagende) 41 Grad Celsius!

Die ersten Eindrücke von riesigen Straßen und Trucks dokumentiert das folgende Foto:
Obligatorisch für die Amis sind natürlich die riesigen Jeeps bzw. SUVs die man dort auf den Autobahnen, den Interstates, nahezu ausschließlich findet.