Dienstag, 19. August 2008

First Impressions... Eine interessante Reise und eine "beeinerdrückende" Ankunft

Montag, 18. August, 10:50: Düsseldorf Flughafen. Nach einer ca. einwöchigen Abschiedstournee durch alle Herren Länder.. naja um genau zu sein eigentlich nur durch die Terrasse, Köln und die Bierbörse, hebt der Flieger nun endlich ab. Insgesamt ca. 1 Jahr ist seit der Enschlussfassung vergangen und nun sitze ich tatsächlich im Flieger Richtung Phoenix, über London Heathrow.
Das letzte mal für eine lange Zeit dem Rhein zuwinken und auf gehts.


Die ersten zwei Stunden bis London gehen rasch vorbei und man höre und staune: die sprechen doch tatsächlich schon in Düsseldorf im Flugzeug Englisch. Das heißt für mich: wie gewohnt, nichts von der Ansage des Captains verstehen und einfach nur hoffen, dass er schon weiß, was er da tut.

Angekommen in London, nach einem relativ guten Hinflug mit schmackhaften kulinarischen Spezialitäten aus dem Land der Zahnlosen in Form von einer Tüte Studentenfutter und einem ungenießbaren Müsliriegel stellen wir erstaunt fest, wie groß nicht nur der British Airways Terminal für die Transatlantik-Flüge ist, sondern auch wie riesig so eine Boeing 747-400 ist.


Nunja, nach ein wenig Ansteherei und einem weiteren köstlichen Snack in Form von Doritos (Käse-Chips) gings dann in die selbige Maschine. Ich machte mich also mit meinem Sitzplatz vertraut, der mir für die nächsten 9 Stunden und 46 Minuten ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit geben sollte. Die Zeit vertrieb ich mir mit dem Onboard-Entertainment System indem ich versuchte einige der dort angebotenen Filme zu schauen, was sich allerdings auf das bloße Anstarren der Bilder reduzierte, da die von Britisth Airways angebotenen Kopfhörer über eine so hervorragende Qualität verfügten, das man entweder gar nichts hörte, oder einem aber das Trommelfell im wahrsten Sinne des Worte um die Ohren flog.


Als wir dann tatsächlich nach gefühlten 18 Stunden (es waren erst 4 vergangen) über US-amerikanischem Boden schwebten bot uns ca. 10.000m unter uns ein erstklassiger Blick auf Wolken, Wüsten und Städte umgeben von lustigen runden Feldern.

Irgendwann dann, kurz vor der Landung hatten wir sogar die Möglichkeit, uns von weit oben die Rocky Mountains anzugucken. Man bedenke, die Rocky Mountains sind eine Flugstunde von der Wüste Arizonas entfernt und hier liegen am höchsten Punkt auf 4.400 Metern einige Meter Schnee.


Gelandet gegen 17 Uhr Arizona-Zeit, also letztlich nach guten 14 Stunden Anreise und in der Erwartung endlich offiziell genehmigt US-amerikanischen Boden betreten zu dürfen, durften wir uns zunächst mit dem Gedanken vertraut machen, eine weitere Stunde ein paar Formulare auszufüllen, Fragen eines Officers der US Homeland Security (äquivalent zur Staatssicherheit in der DDR) zu beantworten und die Beschnupperung von Drogen- und Sprengstoffsuch- bzw. Riechhunden über uns ertragen zu lassen.

Nach dieser besagten Stunde war es endlich soweit: Stefan betrat offiziell als stolzer Inhaber eines nun wirklich einfach zu erhaltenen Visums die Vereinigten Staaten von Amerika. Ein beeindruckender Moment - bzw. treffender wäre: Ein "beeinerdrückender" Moment, denn kaum außerhalb der Flughafen Tür stößt man gegen eine Wand aus heißer, trockener Luft. Gegen 19.30Uhr Ortszeit waren es geschlagene (besser: erschlagende) 41 Grad Celsius!

Die ersten Eindrücke von riesigen Straßen und Trucks dokumentiert das folgende Foto:
Obligatorisch für die Amis sind natürlich die riesigen Jeeps bzw. SUVs die man dort auf den Autobahnen, den Interstates, nahezu ausschließlich findet.

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