Mittwoch starteten meine ersten Vorlesungen hier an der Thunderbird School of Global Management in Form eines so genannten Economics Bootcamp, dass heißt den MBAs werden die Grundlagen der schönen Fächer Mirko- und Makroökonomik beigebracht.
Das ganze passiert für die meisten MBAs, also für ca. 80% der neu eingeschrieben Studenten in einem der größten Hörsäle für Thunderbird. Das ganze sieht wie folgt aus:

Anfangs war es natürlich etwas schwierig dem aus den Südstaaten der USA stammdenen Professor zu folgen, da er einen starken Akzent hat, aber mit der Zeit klappte auch das, so das es irgendwann wirklich Spaß gemacht hat, ein eigentlich langweiliges Fach wie VWL zu lernen, insbesondere durch den "American Way of Teaching". Der Prof geht durch die Reihen, jeder hat ein Namensschild vor sich stehen und nochmal eines am T-Shit / Hemd, so dass der Prof. die Studis mit Namen ansprechen kann.
Witzig ist, dass hier kaum jemand meinen Namen aussprechen kann. Die meisten sagen S-Tefan, also nicht "Schtefan". Vorteil hierbei ist, da ich ich glaube der einzige Deutsche und einer von wenigen (ca. 5) Europäern bin, bin ich mittlerweile recht bekannt bzw. kaum einer vergisst meinen Namen, da er etwas exotischer ist. Nachteil ist, dass man mir aufgrund des Namenschilds direkt ansieht, dass ich aus Deutschland komme und viele mittlerweile mit entweder "Guten Tag" auf mich zu kommen, oder aber eher mit "Hallo Oktoberfest".Heute habe ich bereits meine erste Klausur hinter mir. Das ganze ging über Stoff der letzten drei Tage, von morgens 9 bis abends 5 Econ-Bootcamp und war eine zwei-stündige Klausur, die aus insgesamt 80 Multiple Choice Fragen bestand. Das ganze hat denke ich gut geklappt und ich war erstaunlicherweise schneller, als viele US-Amis. Ob das allerdings positiv ist, wird sich wohl erst noch herausstellen.
Ansonsten habe ich mich mittlerweile tatsächlich ganz gut eingelebt, dabei hilft insbesondere das Wetter, ich betone es gerne noch einmal: Im Durchschnitt über den Tag 40 Grad, was bedeutet, dass ich bereits morgens um sieben zum Wachwerden bei 30 Grad meine Bahnen im Campus-Pool schwimmen kann. Witzig ist, dass die leute hier grundsätzlich eine Jacke mit in den Hörsaal nehmen und wenn sie rausgehen ausziehen - also invers / verkehrherum zu den deutschen Gewohnheiten. Damit lässt sichs aber ganz gut leben.
Außerdem hilft dabei der tägliche Besuch im Campus Pub, dessen Bar ungefähr so aussieht:

Heute abend gibts erstmal ein großes BBQ am Pool, wo sich wahrscheinlich alle neuen Studenten treffen gehen, was auch der Grund ist, warum ich jetzt hier mal Schluss mache. Das Bier soll ja schließlich nicht warm werden.
Was ich bisher vergessen habe, möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten: Tatatataaaaa: Mein Zimmer: Ein kleines Appartment, genannt "Dorm". Nichts großes, aber vollkommen ausreichend.
Das folgende Foto zeigt den Blick, den ich morgens ab sieben Uhr aus meinem Zimmer genießen darf, kurz bevor es zu den morgentlichen "couple of laps" im Pool geht, ca. 2 Minuten Fußweg.
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